Corona: Virus Angst

Aktualisiert am 19.10.2020

Christian Zehenter, Medizinjournalist

Ein Gedankenexperiment: Die mediale Sintflut

Lassen Sie sich auf folgendes Gedankenexperiment ein: Stellen Sie sich vor, in einem fernen Land würde eine Serie heftiger Unwetter mit Überschwemmungen auftreten, wie es schon immer von Zeit zu Zeit der Fall war. Doch diesmal richten sich die Augen der Welt darauf, die in den herausfordernden Ereignissen ein explosionsartiges, globales Geschehen existenzieller Bedrohung erkennen. Dazu passend, bescheinigen die eilig erhobenen Daten weltweit zunehmende dramatische Ereignisse und Opferzahlen. Immer feinere und zahlreichere Messungen, der Verzicht auf Bezugsgrößen und entspannende Zahlen sowie Umwidmungen von Schadensfällen ergeben hierbei ein Bild apokalyptischen Ausmaßes. Streng einheitliche, unentwegt eskalierende Medienberichte verbreiten Angst, Gruppendynamik und politischen Druck. Unbefristete Notstandsgesetze werden erlassen und Grundrechte aufgehoben. Während Zehntausende Betriebe für immer schließen und zehn Millionen Beschäftigte ihre Arbeit verlieren (die daraus folgenden Todesfälle werden ebenfalls der Bedrohung zugerechnet), profitieren einige Branchen, regierende Politiker und auch die großen Medien auf ganzer Linie. Eine Handvoll ausgewählter Vertreter von Wissenschaft und Politik sprechen nun fast unmittelbar Recht und Gesetz. Die Bürger werden zur Solidarität aufgerufen - und gezwungen. Dazu zählt auch das ständige Tragen von Regenschirmen - auch im Innenraum -, um sich vernünftig und solidarisch zu zeigen. Eine Moraloffensive gegen Verweigerer, Andersdenkende, Spaß, Spiel, Nähe, Bewegung und Zusammensein definiert ein neues und streng reglementiertes Miteinander. Ein autoritäres, moralistisches Staats- und Gesellschaftsverständnis schlägt sich in allen Lebensbereichen nieder. Demonstrationen und andere Versammlungen werden unter dem Applaus der Medien verboten und aufgelöst. Allein: Es ist keine Katastrophe zu sehen. Fast niemand weiß persönlich von ungewöhnlichen Ereignissen oder Todesopfern zu berichten. Und die öffentlich bemühten Zigtausenden Opfer offenbaren bei näherer Untersuchung überwiegend keine Dramatik, ja meist nicht einmal ein Zusammenhang zur beschworenen Sintflut. Doch erschreckende Zahlen und Bilder untermalen die Katastrophenberichte aus Medien und Politik. Wer ihnen widerspricht, muss um Freunde, Beruf und Reputation fürchten. Dies bringt Kritiker zum Schweigen. Doch der Krise der Medien, Wissenschaft und Politik folgt unweigerlich eine Krise der Gesellschaft und ihres Sozial-, Wirtschafts- und Finanzsystems mit tiefgreifenden Verlusten an Wohlstand, Freiheit, Miteinander und Lebensqualität. Lediglich der Regen fällt weiterhin wie alle Jahre - meist harmlos und fließend. Nicht die Ereignisse stellten sich im Rückblick als extrem heraus, sondern ihre Beobachtung und Beantwortung.

Corona: Katastrophe oder Katastrophenerzählung?

Zugegeben, die beschriebene Fiktion ist schwer nachvollziehbar, ebenso jedoch wie die folgende wahre Begebenheit: Gegen Ende 2019 meldete China eine Häufung von Lungenentzündungen unklarer Ursache aus der Millionenstadt Wuhan. Etwa eine Woche später identifizierten Wissenschaftler das Coronavirus SARS-CoV-2 als Ursache der Infektion Covid-19. Seither breitet es sich auf dem Globus aus, wird für eine todbringende, weltumspannende Seuche - eine Pandemie - verantwortlich gemacht und mit der spanischen Grippe verglichen, die ihrerzeit bei einer vierfach kleinerern Weltbevölkerung über 25 Millionen Todesopfer forderte. Mittelstand, Bildung, soziale Kontakte und öffentliches Leben stecken in einer schweren Krise, eine Hungersnot nimmt ihren Lauf, die Menschen haben Angst. Was Medien und Gesundheitsbehörden jedoch nur selten berichten: Zwar kam es im Frühjahr 2020 aufgrund regional hoher Ansteckungsraten in kurzer Zeit zu einer starken und vielbeachteten Häufung von Fällen wie in New York, London oder der Lombardei. Doch die Letalität (Sterblichkeit der Infizierten) und Dynamik des neuen Coronavirus übersteigt laut den bislang gesicherten Daten nicht die Größenordnung bisheriger schwerer Influenzawellen. Wie alle aktiven Grippeviren verbreitet es sich - auch mit Kontaktbeschränkungen - im Winterhalbjahr und zieht sich im Sommerhalbjahr wieder zurück. Wie die folgenden Informationen zeigen, waren diese Eigenschaften bereits deutlich vor den folgenreichen weltweiten Lockdownmaßnahmen bekannt und werden von zahlreichen Wissenschaftlern und Experten bestätigt.

Great Barrington Erklärung: "Beibehaltung der Maßnahmen wird irreparablen Schaden verursachen"

So unterzeichneten zahlreiche angesehene Wissenschaftler die Great Barrington Erklärung (Artikel, 04.10.2020), die am 04.10.2020 von den Epidemiologen Prof. Dr. Martin Kulldorff (Harvard University), Prof. Dr. Sunetra Gupta (Oxford University) und Prof. Dr. Jay Bhattacharya (Stanford University) verfasst wurde. Bereits am 16.10.2020 hatten 16.000 Wissenschaftler die Erklärung unterzeichnet. Sie stellt fest: "Die derzeitige Lockdown-Politik hat kurz- und langfristig verheerende Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit. Zu den Ergebnissen, um nur einige zu nennen, gehören niedrigere Impfraten bei Kindern, schlechtere Verläufe bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, weniger Krebsvorsorgeuntersuchungen und eine Verschlechterung der psychischen Verfassung – was in den kommenden Jahren zu einer erhöhten Übersterblichkeit führen wird. (...) Die Beibehaltung dieser Maßnahmen, bis ein Impfstoff zur Verfügung steht, wird irreparablen Schaden verursachen, wobei die Unterprivilegierten unverhältnismäßig stark betroffen sind."

Datenchecks widersprechen der öffentlichen Darstellung fast einheitlich

Zu jedem Zeitpunkt widerlegte nahezu jeder Datencheck die extremen öffentlichen Darstellungen des Risikos, z. B. Corona-Faktencheck Deutschland (Artikel, 19.10.2020) Covid-19 – erfreulich undramatische Daten rechtfertigen keine dramatischen Eingriffe (Artikel vom 19.08.2020) und ein Update vom 09.09.2020. Demnach ist SARS-CoV-2 auch nach monatelanger Datenauswertung nicht gefährlicher als eine Reihe anderer Viren, die uns regelmäßig bis ständig umgeben. Auch das ebm-Netzwerk, ein wissenschaftliches Netzwerk für evidenzbasierte (wissenschaftlich gesicherte) Medizin hat größte Zweifel an der behaupteten Gefährlichkeit von SARS-CoV-2 und der Wirksamkeit der Gegenmaßnahmen (siehe Artikel COVID-19: Wo ist die Evidenz? vom 18.09.2020). Die Schweizerische Ärztezeitung (Dr. Thomas Binder im Artikel vom 16.09.2020) dazu: "Wir alle sind auf den Mythos des «Corona-Killervirus» hereingefallen". Allgemeine Entwarnung und eine sofortige Aufhebung aller Freiheitsbeschränkungen wären seit Monaten europaweit die einzig folgerichtige Reaktion. Erst wenn die Zahlen aus dem Zusammenhang gelöst, also nicht mehr in Beziehung zu anderen Bezugsgrößen und vergleichbaren Geschehen gesetzt werden, wirken sie dramatisch und bedrohlich und erhalten die allgemeine Seuchenstimmung aufrecht.

Allgemeine Sterberate weltweit nicht erhöht

So ist die normale Sterberate der Bevölkerung bislang ab Jahresbeginn weltweit nicht erhöht. Die Tagessterblichkeit in Deutschland lag laut Statistischem Bundesamt vom 01.01. bis 22.04.2020 sogar deutlich unter dem Wert der Vorjahre (2018: 3.016; 2019: 2.756; 2020: 2.390 Sterbefälle pro Tag). Diese und andere grotesken wissenschaftlichen Widersprüche fasst innerhalb von knapp fünf Minuten der Mathematiker und Gründungsdirektor der Hochschule Zittau Prof. Peter Dierich (Video, 08.06.2020) in einer Anhörung vor dem anwesenden sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer zusammen. Von Bedeutung ist, dass in nahezu allen untersuchten Ländern die Sterberate bis zu den Lockdownmaßnahmen unter dem statistischen Mittel lag, jedoch mit Beginn der Maßnahmen über diesen Wert anstieg (mehr dazu im Artikel "Questions for lockdown apologists" vom 24.05.2020). Dies legt nahe, dass nicht das Virus (das den Infektionsgipfel vor dem jeweiligen Lockdown bereits überschritten hatte), sondern der Lockdown selbst und das ständige Nachtragen weiterer Todesfälle in der Statistik zu einem signifakanten Anstieg der Sterbefälle führte. Denn dieser war und ist u. a. mit entfallenen Therapie-, Präventions- und Rehabilitationsmaßnahmen sowie einer deutlichen Erhöhung von Einsamkeit, Depression, Armut, Arbeitslosigkeit, Gewalt und Suchtverhalten in der Bevölkerung verbunden (in vielen Ländern auch mit Hunger). So wurden allein in Deutschland rund 50.000 Operationen abgesagt, die jedoch bis auf Einzelfälle medizinisch notwendig gewesen wären (sonst wäre eine Operation bis auf wenige Ausnahmen nicht zulässig).

Bedrohliches Virus, nützliche Maßnahmen? Von Beginn an kritische Stimmen unter Wissenschaftlern

Medien und Politik erwecken den Eindruck großer Einigkeit unter Experten, was die Gefährlichkeit des Virus und die Nützlichkeit der Kontaktbeschränkungen angeht. Von Beginn an äußerten sich jedoch Hunderte namhafter Wissenschaftler kritisch. Stellvertretend dafür erstellte der Schweizer Immunologe Prof. Dr. Beda M. Stadler eine Bilanz der Thesen rund um Corona in seinem Artikel (12.06.2020) Corona-Aufarbeitung: Warum alle falsch lagen. Seine drei Hauptkritikpunkte:

  1. Das Virus ist nicht neu, sondern lediglich eine leicht veränderte Form eines bereits vorhandenen Virus, wie sie im jährlichen Zyklus üblicherweise auftritt.
  2. Daher ist in der Bevölkerung ein hoher Grad an Immunität vorhanden.
  3. Man kann die Krankheit Covid-19 - wie alle Krankheiten - nicht symptomlos durchmachen und andere auch nicht ohne (folgenden) symptomatischen Verlauf anstecken.

Dass bereits im März 2020 wissenschaftlich bekannt war, dass das Risiko des neuartigen Coronavirus mit Influenzawellen vergleichbar ist, zeigt auch ein Podcast des Würzburger Virologen Prof. Dr. Carsten Scheller (24.03.2020). Allerdings wird sich eine Zunahme der maßnahmenbedingten Sterbefälle (z. B. durch Einsamkeit, Depression, Suizid, Bewegungsmangel sowie durch ausgebliebene Untersuchungen, Operationen, Präventionsmaßnahmen und Therapien) zunehmend bemerkbar machen.

Der Bonner Virologe, Prof. Dr. Hendrick Streeck äußerte im Hinblick auf die sogenannte Heinsberg-Studie (Zwischenergebnis, Pdf, 09.04.2020): „Unsere Ergebnisse erlauben eine recht gute Abschätzung der Letalität in der Größenordnung von 0,37 %.“ Dies war weniger als ein Fünftel der von Regierungen, WHO und RKI verbreiteten Zahl von 2 %. Fortan wurde jedoch nicht der politische und mediale Kurs korrigiert, sondern Streeck mit Hinweis auf angeblich unseriöse Machenschaften über Monate weitgehend aus den Medien verbannt. Dennoch bestätigten die am 04.05.2020 veröffentlichten Ergebnisse der Heinsberg-Studie (Artikel) erneut diese Angabe sowie eine errechenbare Infiziertenzahl von bis dahin etwa 1,8 Millionen Menschen in Deutschland - also mehr als das Zehnfache der offiziell genannten Zahl. Nach Auswertung weiterer Daten forderte Streeck eine allgemeine Entspannung und stellt fest: "Wir sind in einer Dauerwelle. Wir müssen uns damit abfinden, das Virus wird normaler Teil unseres Lebens werden" und "Corona wird nicht unser Untergang sein" (siehe Virologe Hendrik Streeck fordert ein Ende der Verbotspolitik in der Corona-Pandemie, Artikel vom 05.10.2020). Er unterstreicht, man habe in Deutschland derzeit eine völlig normale Sterblichkeitsrate. Bei der Hitzewelle 2018 und bei der Grippewelle 2017 habe man sehr viel deutlicher eine Übersterblichkeit gesehen. Dass es (Stand August 2020) 15-mal wahrscheinlicher ist, durch einen Sturz als durch Covid-19 ums Leben zu kommen, führt Jens Berger im Artikel (04.08.2020) Wie tödlich ist Corona? aus.

Medien und Politik orientieren sich unterdessen an einzelnen wenigen Experten wie Prof. Dr. Christian Drosten (dessen Team den Coronatest entwickelte - ein klassischer Interessenkonflikt) und dem Lockdown-Hardliner und SPD-Politiker Prof. Dr. Karl Lauterbach, der zwar Epidemiologe, jedoch als solcher seit rund 15 Jahren nicht mehr tätig ist. Über dessen Rolle schreibt Jens Berger in Professor Seltsam oder: wie ich lernte, Talkshows zu hassen (Artikel, 24.06.2020).

Wie deutlich sich Experten und Regierung zur Thematik selbst widersprechen und Strömungen anschließen, zeigt auch ein Zusammenschnitt von deren Aussagen aus der Zeit der beginnenden Krise "Glauben Sie keine Gerüchte" (Video, 12.04.2020).

Interne BMI-Analyse spricht von globalem Fehlalarm

Eine am 10.05.2020 den Medien zugespielte, interne Risikoanalyse aus dem Bundesinnenministerium (BMI) stellt hinsichtlich der Coronakrise fest: "Wir haben es aller Voraussicht nach mit einem über längere Zeit unerkannt gebliebenen globalen Fehlalarm zu tun." Und weiter: "Die Defizite und Fehlleistungen im Krisenmanagement haben in der Konsequenz zu einer Vermittlung von nicht stichhaltigen Informationen geführt und damit eine Desinformation der Bevölkerung ausgelöst." Nachdem die Analyse - an der ein Referatsleiter des Ministeriums und mehrere namhafte Wissenschaftler beteiligt waren und die bereits im Haus bekannt war - öffentlich wurde, distanzierte sich das BMI nachdrücklich davon, gab an, es handele sich um die Privatmeinung des Mitarbeiters, und suspendierte ihn. Widerlegen konnte es die Aussagen jedoch nicht. Dazu weitere Hintergründe in einem Artikel von Tobias Riegel (13.05.2020).

Jeder coronapositive Verstorbene gilt als Coronatoter

Nach wie vor geht jeder coronapositive Verstorbene als Coronatoter in die offizielle Statistik ein, auch wenn er an Influenza oder im Endstadium einer anderen Krankheit an dieser (und nicht an Corona) verstarb. Über 99 % der angegebenen Coronatoten hatten laut Untersuchungen eine oder mehrere tödliche Vorerkrankungen. Dies ist auch in Deutschland der Fall, wie der renommierte Hamburger Rechtsmediziner Prof. Dr. Klaus Püschel in diesem Beitrag (Artikel, 07.04.2020) nach einer Reihe von Obduktionen verdeutlicht. Ihr Durchschnittsalter liegt bei rund 80 Jahren und damit im Bereich der durchschnittlichen Lebenserwartung in Deutschland. Bereits dies zeigt die Absurdität der Zahlen. Auch das Podcast von Prof. Dr. Stefan Hockertz (26.03.2020), ein bekannter Immunologe, erläutert die Zahlenverirrung rund um die Coronatoten. Diese wird dadurch verstärkt, dass man die kleine Zahl positiv Getesteter mit der (über zehnmal größeren) Zahl der tatsächlich Infizierten gleichsetzt sowie den Zeitpunkt der Neuinfektion mit dem Datum des (zwei bis drei Wochen später festgestellten und erfassten) positiven Testergebnisses. Die Zahl der Infizierten wird ihrerseits mit der Zahl der Erkrankten gleichgesetzt, die jedoch vielfach niedriger liegt.

Coronatest wenig aussagekräftig

Schließlich treten häufig falsch positive Testergebnisse auf: Der bislang verwendete PCR-Test ist weder validiert noch zur Diagnostik zugelassen und fällt sogar bei Hunden, Katzen und Papayas positiv aus (die alle nicht zu den Wirten oder Überträgern von SARS-CoV-2 zählen). Er unterscheidet nicht sicher zwischen alten und neuen Coronaviren (Menschen und Tiere lebten auch bisher schon mit Coronaviren), weist nicht Viren, sondern nur deren RNA-Fragmente nach und wird demnach auf unbegrenzte Zeit positive Ergebnisse hervorbringen, so lange Testreihen durchgeführt werden. Dies bestätigt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn im Interview (Video, 15.06.2020). Auch ein zutreffend positiver Test lässt keinen Schluss zu, ob der Betroffene vermehrungsfähige Viren im Körper trägt, ob ihre Zahl zur Ansteckung ausreicht und eine Erkrankung stattfinden wird. In den meisten Fällen ist auch von positiv Getesteten keine Ansteckungsfähigkeit und damit kein Risiko zu erwarten. Nur selten werden zudem Testergebnisse überprüft - so im hessischen Kreis Vogelsberg, wo sich eine Serie von 14 falsch positiv getesteten Fällen zeigte. Siehe dazu den Presse-Artikel (02.07.2020) Nach falsch-positiven Corona-Testungen: "Bürger müssen sich verlassen können". Die Widersprüche und Fehler bei der Entwicklung und Bewertung des PCR-Tests beschreibt die 18-jährige YouTuberin Naomi Seibt in einer Rede vom 12.10.2020 (Upload-Datum, Video).

Laut des internationalen INSTAND-Ringversuchs liefert der PCR-Test 1,4-2,2 % falsch positive Ergebnisse, misst also in etwa 1,8 % der Fälle Infektionen, wo es keine gibt. Dies kann somit bei mehreren Hunderttausend wöchentlichen PCR-Tests alle gemessenen Infektionen eines Landes betreffen: Selbst wenn der Test eine außerordentlich hohe Trefferquote von 99 % der negativen Ergebnisse aufwiese, würde er bei 400.000 wöchentlichen Durchführungen 4.000 falsch positive Ergebnisse anzeigen - also Coronafälle, wo es keine gibt. Mehr dazu im Artikel Covid-19-Fallzahlen – das Problem der „falsch positiven Ergebnisse" (10.06.2020) der Journalisten Jens Berger und Martin Beck.

Auch die allgemein genutzten Kurven zum Pandemieverlauf führen in die Irre: Sie zeigen statt der üblichen Gaußschen Glocke einen ständigen Anstieg. Denn sie bilden nicht den tatsächlichen Verlauf ab, sondern die Summe aller bislang Infizierten - und können daher nicht abfallen, so lange sie weitergeführt werden. Y-Achsen werden zudem verschoben und X-Achsen verkürzt, sodass die Kurven bis heute eine explosionsartige Pandemieentwicklung zeigen. Allerdings dauert diese "Explosion" laut den Statistiken bereits seit November 2019 an. Diese offensichtlichen Manipulationen durch WHO, RKI und führende Virologen bemängelt auch der Regensburger Psychologe und Lehrstuhlinhaber Prof. Dr. Christof Kuhbandner in seinem Artikel Von der fehlenden wissenschaftlichen Begründung der Corona-Maßnahmen (25.04.2020). Viele weitere führende Wissenschaftler zweifeln die Datengrundlage der Berichterstattung und der Kontaktbeschränkungen an, darunter Prof. Dr. Matthias Schrappe, Prof. Dr. Gerd Glaeske und andere in ihrem Thesenpapier zur Pandemie durch SARS-CoV-2/Covid-19 (Artikel, 05.04.2020). Allerdings ist heute die deutsche Forschung weitgehend industrie- oder staatsgebunden. Das Nachrichtenportal Telepolis schreibt dazu im Artikel Gekaufte Wissenschaft (28.08.2020): "In Deutschland ist momentan etwa ein Sechstel der gesamten Forschung frei, fünf Sechstel sind weisungsgebundene Forschung."

Zwar gibt es bislang keine Corona-Impfung. Das verhält sich aber auch bei vielen Grippeviren so, wenn sie sich in einer Saison anders als prognostiziert entwickeln. Durch einen Rechenfehler wird die Corona-Sterberate jedoch medial drastisch hochgerechnet: Man nimmt nur die gemeldeten – also vorwiegend die schwersten – Coronafälle und deren Sterblichkeit und erhält absurd hohe Zahlen. So behauptete die WHO, die Sterberate liege bei 4 %. In Italien sprach man sogar von 11 %. Heute weiß man, dass diese Zahlen frei erfunden waren. Die Berechnung nähern sich immer mehr der bereits ursprünglich zu vermutenden Letalität dieser Virengruppen von etwa 0,1 % an.

Schon bei der Vogel- und Schweinegrippe sagte die WHO Tragödien voraus

Nicht zum ersten Mal herrscht weltweite Angst vor einem Virus: Bereits 2009 rief die WHO angesichts der Schweinegrippe die höchste Pandemiestufe aus, die eigentlich Viren wie Ebola vorbehalten ist. Das Virus entpuppte sich dann als weitgehend harmlos. Man sprach von einer (durch Arzneimittelhersteller) gesponserten Pandemie, wie das Arzneitelegramm zu WHO und Schweinegrippe (Artikel, 06/2010) ausführt. Ähnlich lief dies bei der Vogelgrippe 2004, SARS 2002 oder auch bei EHEC und BSE ab. Doch diesmal folgte die Welt der Darstellung der Mediziner auf ganzer Linie. Diese stehen jedoch in enger Seilschaft mit dem Medizinmarkt (eine der wenigen Branchen, die von der Krise profitieren werden) und damit auch den Herstellern von Impfungen, Infektionstests und antiviralen Medikamenten. Dies ist nicht per se verwerflich und auch kein Geheimnis, muss aber bekannt sein: Die Experten vertreten nicht nur die Wahrheit, sondern auch Interessen. Gesundheitsexpertin Cornelia Heintze dazu: „Nur noch 20 % des WHO-Budgets ist öffentlich finanziert, 80 % privat (...). Auf der einen Seite wuchs die Abhängigkeit von privaten Geldgebern wie Bill Gates und anderen, die mehr die Profite der Pharmaindustrie und des Agrobusiness als die öffentliche Gesundheit im Blick haben; auf der anderen Seite konnte auch China seinen Einfluss steigern.“ Ähnliche Interessenkonflikte gelten auch für Gesundheitsbehörden wie das Robert Koch-Institut (RKI). Schon 2007 veröffentlichten unabhängige Experten eine Kritik an den Verflechtungen des RKI mit der Pharmaindustrie (Artikel, 04/2007).

"Gegenmaßnahmen werden mehr Opfer fordern als das Virus"

Gesundheitsbehörden und Politik haben mit rigorosen Maßnahmen unterdessen unabsehbare Schäden angerichtet: für Arbeitsplätze, Unternehmen, öffentliche Mittel, das soziale Miteinander und in den Köpfen der Menschen, die sich von einer tödlichen Gefahr bedroht glauben. Nach den bekannten Daten werden die Maßnahmen gegen das Virus weltweit deutlich mehr Opfer fordern als das Virus selbst - z. B. unter Menschen, die durch Existenzvernichtung, Armut, Stress, Gewalt, Einsamkeit, fehlende Versorgung (z. B. ausgesetzte Behandlungen, Betreuung oder Verpflegung) oder folgende (Bürger-)Kriege sterben. Dies stellte auch Bundesentwicklungsminister Gerd Müller im Interview (Artikel, 01.10.2020) fest. Laut einer Studie im Auftrag des österreichischen Gesundheitsministeriums (siehe Artikel vom 19.08.2020) lag infolge der Coronamaßnahmen allein die Zahl der Herzinfarktdiagnosen im März 2020 40 % und im Mai immer noch 25 % unter dem Durchschnitt. Ähnlich verhielt es sich bei Krebsdiagnosen und -behandlungen. Allein diese zwei Größen der Fehlversorgung werden voraussichtlich zu einer deutlich höheren Zahl an Sterbefällen führen als alle Covid-19-Erkrankungen zusammen.

Auch das Herunterfahren des sozialen Miteinanders hat dramatische gesundheitliche - und nicht selten auch tödliche - Auswirkungen, wie der Beitrag Der Mensch lebt nicht vom Brot allein. Und auch nicht, um „gesund“ zu sein (31.07.2020) darstellt. 300 Jahre nach Anbruch des Aufklärungszeitalters wird der Sinn des Lebens auf das biologische Überleben reduziert und alles diesem materiellen Ziel untergeordnet. Maßstäbe, Diskussionen und Abwägungen gingen in diesem Prozess verloren, und mit dem Primat der Alternativlosigkeit wurden unbefristete Notstandsgesetze erlassen. Dies beschreibt auch der Psychoanalytiker Prof. Dr. Klaus-Jürgen Bruder im Interview "Das Gehorsamkeits-Experiment" (Video vom 28.07.2020) und stellt fest, dass die Maßnahmen zerstörerisch und unangemessen seien und es sich nicht um eine Coronakrise, sondern eine Krise der Politik handele. Über die massiven und gefährlichen Auswirkungen von Maskenpflicht und Kontaktbeschränkungen auf Schüler und Ältere spricht auch der Honorarprofessor für Rechtswissenschaft Prof. Dr. Heribert Prantl im Artikel Ein Shutdown ist kein Heilmittel, sondern ein Elend vom 02.08.2020 in der Süddeutschen Zeitung. Er war 25 Jahre lang Leiter des Ressorts Innenpolitik der Süddeutschen Zeitung. Einer der weltweit führenden Psychotraumatologen, Prof. Dr. Franz Ruppert im Interview (30.03.2020, Video) dazu: "Es wird richtig Panik gemacht". Er beschreibt die massiven und unverhältnismäßigen psychischen Auswirkungen der medialen und politischen Angsterzeugung, unter anderem chronischen Stress, Angst und Aggression.

Kinder, Familien und Eltern als Verlierer der Maßnahmen

Auch Familien, Eltern und hier zum größeren Teil Frauen gehören zu den klaren Verlierern der Coronamaßnahmen. Denn aufgrund von Schulschließungen und Quarantäne überlässt die Gemeinschaft Zigtausende Schüler ihren Eltern. Diese erhalten Schreiben des Gesundheitsamtes, die an stalinistische Zeiten erinnern, mit Wortlauten wie "Sollte die Einhaltung der Quarantäne nicht gewährleistet sein, wird Ihr Kind in einer geeigneten Einrichtung untergebracht", "Wir werden die Einhaltung der Quarantäne kontrollieren" und "Vermeiden Sie innerhalb der Wohnung den Kontakt zu Ihrem Kind." Mittlerweile patrouillieren private Sicherheitsdienste (so berichtet z. B. von Emsdetten) vor betroffenen Häusern, um die Umsetzung der Maßnahmen zu kontrollieren und Verstöße durch sofortige Einschaltung der Polizei zu ahnden. Ende September 2020 waren 50.000 Schüler in Quarantäne und damit ihrer Freiheit beraubt. Dies kostete bereits Tausende Eltern ihren Beruf und zum Teil ihre Existenz. Millionen weitere erleiden erhebliche berufliche und materielle Nachteile und wurden in die Überforderung manövriert. Wichtige Daten zur Beeinträchtigung von Kindern durch die Coronamaßnahmen liefert auch der Artikel (02.10.2020) Wie die Corona-Krise Kinder trifft (die Zahlen beziehen sich vorwiegend auf Österreich, sind jedoch vergleichbar mit Deutschland).

Experten sind sich einig, dass die Coronamaßnahmen die soziale Ungleichheit in Deutschland erheblich verschärft haben. Im Rahmen der für 2021 erwarteten Insolvenzwelle, Arbeitsmarkt- und Finanzkrise werden sich diese Probleme nochmals multiplizieren. Zu den Gewinnern gehören hingegen u. a. Internetkonzerne wie Amazon, Facebook und Google, Pharmafirmen, große Medien, Gesundheitsbehörden, Labore, manche Krankenhäuser und Finanzriesen wie Blackrock (das Kapital der Firma wird mit über 7 Billionen US-Dollar angegeben), die sich durch Kreditvergabe und u. a. den Ankauf krisenbedingt abgestürzter Aktien, Immobilien und Firmen ihre Rücklagen zulasten der Gemeinschaft vergolden lassen. Auch Anbieter digitaler Kommunikations- oder Bezahldienste haben Hochkonjunktur. Ob diese Rechnung jedoch in einer kommenden allgemeinen Wirtschaftskrise aufgeht oder nicht z. B. eine Hyperinflation (auch durch die Geldschwemme seitens der Zentralbanken) ansteht, muss sich erst erweisen.

RKI: Zweifelhafte Geschichte, fehlende Transparenz

Zuletzt wurden Grundrechte in Deutschland 1933 in vergleichbarer Weise eingeschränkt. Auch damals gab es bereits das RKI, firmierend unter dem Namen Preußisches Institut für Infektionskrankheiten Robert Koch. Es führte in den Folgejahren in Kliniken und Konzentrationslagern Menschenversuche zur Impfstoffentwicklung durch (z. B. gezielte Malariainfektion von KZ-Häftlingen). Dennoch hat sich die Behörde bis in die 1990er-Jahre ihrer Geschichte nicht gestellt und gewährt bis heute keine vollständige Transparenz über die Tätigkeit ihrer mehr als 1.000 Mitarbeiter.

Verzögerung von Infektionswellen gefährdet Ältere

Nach den bislang vorliegenden Daten sind die Coronamaßnahmen viel weniger wirksam als angenommen (u. a. weil sich das Virus in Aerosoltröpfchen ähnlich dem Feinstaub über die Luft verbreitet und daher weder durch Masken aufgehalten wird, noch für eine Übertragung körperliche Nähe benötigt) und verhindern zugleich eine Immunisierung der Bevölkerung als wichtigstes Ziel: Wenn man die Neuinfektionen reduziert, verringert man nicht die Gesamtzahl der Infizierten, sondern verlängert nur den Zeitraum der Infektion von Wochen auf Monate bis Jahre. Dies gefährdet die Kranken und Älteren durch erneute Infektionswellen höchstwahrscheinlich deutlich mehr, als würde man sie während einer heftigen Winterwelle besonders schützen und alle anderen ihren gewohnten Tätigkeiten nachgehen lassen. Dazu sagt der New Yorker Virologe Prof. Dr. Knut Wittkowski im Interview (Video, 20.05.2020): "Im Großen und Ganzen ist kein wesentlicher Unterschied zu sehen zwischen dieser Grippe und anderen Grippen."

Gründe für Kontaktbeschränkungen wechseln ständig

Unterdessen ändert die Regierung regelmäßig ihre Gründe und Ziele der Kontaktbeschränkungen. Sollte zunächst die Verdopplungszeit der Neuinfektionen auf über 7 Tage gesteigert werden, so wurde dieser Richtwert nach dem Erreichen dieses Ziels auf 10, 14 und 20 Tage erhöht. Im Mai 2020 lag die Zahl in Deutschland bei über 100 Tagen. Dies spricht dafür, dass es bereits zu diesem Zeitpunkt keine Infektionswelle mehr gab. Schnell wurde die Reproduktionszahl bemüht, die angibt, wie viele Personen ein Infizierter im Schnitt ansteckt. Diese sollte unter 1,0 liegen - was allerdings schon vor den Lockdownmaßnahmen der Fall war. Solche und weitere Zahlen sprechen dafür, dass die Infektionswelle schon zu diesem Zeitpunkt ihren Höhepunkt überschritten hatte. Auch von dem alleingestellten Ziel, die Kurve der Infektionen zu strecken, um einen Kollaps des Gesundheitssystems zu verhindern, ist nichts mehr zu hören. Dennoch warnt die Regierung auf Schärfste vor einer zweiten Coronawelle und kündigt an, bei einem Anstieg der Fälle erneut einen Lockdown zu verhängen.

"Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren"

Seit Anfang März warnen Regierung, RKI und Virologen vor einer Überlastung des Gesundheitssystems ("Ruhe vor dem Sturm"), die trotz aller Maßnahmen eintreten werde - was aber (nachvollziehbarerweise) niemals geschah. Auch die Begründung, dass die Gesellschaft solidarisch sein müsse und jedes einzelne Leben über allem stehe, leuchtet nicht ein. Denn dies galt politisch noch nie, weder bei den jährlich weltweit 9 Millionen Hungertoten, den 7 Millionen Tabakopfern noch anderen Gruppen. Alle Aktivitäten und Zustände aller Menschen sind mit einer ihnen eigenen Sterblichkeit verbunden - ob Berufstätigkeit, Rauchen, medizinische Behandlungen, Sport, die Nutzung elektrischen Stroms oder soziale Nähe. So liegt die Sterberate beim Motorradfahren bei etwa 1,4 %, bei schwerer Depression bei 15 %, bei übermäßigem Arbeiten, Essen oder Trinken bei etwa 20 % und beim Rauchen sogar bei 60 % (Coronavirus: ca. 0,1 %). Im Straßenverkehr sterben in Deutschland jährlich rund 3.000 Menschen, die man durch ein Mobilitätsverbot retten könnte. Und dennoch wird er, aus guten Gründen, weiter zugelassen. Denn zum einen geht jeder Tätigkeit eine Abwägung zwischen Risikovermeidung und Freiheit voraus (auch durch Freiheitsbeschränkungen sterben zudem Menschen). Zum anderen muss diese Abwägung auf der grundrechtlich garantierten, freien Entscheidung des Einzelnen beruhen. Freiheit bringt immer Unsicherheit - und Sicherheit immer Unfreiheit. Je weiter sich eine Gesellschaft aus dieser Balance dem Pol der Sicherheit nähert, desto totalitärer wird sie. Der Wissenschaftler und Schriftsteller Benjamin Franklin (1706-1790) sagte dazu: "Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren."

Wenn wir heute für die Gesundheit die Wirtschaft eindämmen, werden wir sie uns morgen nicht mehr leisten können

Wann eine Impfung - wenn überhaupt - weltweit verfügbar sein wird und ob diese dann mehr nutzt als schadet, vermag niemand zu sagen. Zudem führen Kontakt- und Freiheitsbeschränkungen über Monate zu einem wirtschaftlichen Abbau, der auch die Finanzierung des Gesundheits-, Pflege- und Rentenwesens schwer beeinträchtigen wird: Wenn wir heute für die Gesundheit die Wirtschaft eindämmen, werden wir sie uns morgen nicht mehr leisten können.

Auch eine Maskenpflicht wird möglicherweise mehr schaden als nutzen: Die üblicherweise verwendeten Masken halten Tröpfchen, aber keine Viren ab und werden ohne perfekte Hygiene selbst zu Keimherden. Zudem verschlechtern sie die Atmung und Sauerstoffversorgung, was ein zusätzliches Risiko - besonders für Lungen- oder Herz-Kreislauf-Kranke bedeutet. Überdies müssen Menschen für die Entwicklung von Empathie einander ins unbedeckte Gesicht blicken und sich berühren. Dies gilt auch für Kinder, die momentan in einer Welt der Angst und Distanz leben, statt gemäß ihrer Natur im engen Kontakt miteinander zu spielen. Der Internist Dr. Claus Köhnlein im Interview (Video, 18.09.2020) sagt dazu: "Die Maskenpflicht ist aus meiner Sicht nichts weiter, als die Seuchenstimmung aufrechtzuerhalten."

Erkrankung verläuft meist mild

Tatsächlich verursacht das neue Coronavirus im Vergleich zu wirklich tödlichen Viren wie Ebola überwiegend eine milde Erkrankung mit typischen grippalen Symptomen, vom leichten Schnupfen bis hin zu Husten, Abgeschlagenheit, Fieber, Gliederschmerzen, in schweren Fällen auch Atemnot und Lungenentzündung. Wie bei Influenza und allgemein jeder Bronchien- oder Lungenentzündung kann das Geschehen über Wochen bis Monate nachwirken und wie jede andere Erkrankung in seltenen Fällen chronifizieren. Dies hat nichts mit typischen Langzeitwirkungen zu tun, sondern trifft auf alle Erkrankungen zu. Langzeitwirkungen könnte man nur mittels Langzeituntersuchungen erfassen, die es verständlicherweise nicht gibt. Alle Behauptungen dazu sind daher frei erfunden. SARS-CoV-2 wird sich wie fast alle vergleichbaren Viren voraussichtlich überall verbreiten (mit oder ohne Gegenmaßnahmen) und danach zurückziehen. Varianten des Virus werden vermutlich jährlich wiederkehren, wie dies bei Grippeviren schon immer so war.

Es gibt ständig Pandemien

Was die wenigsten wissen: Es gibt bereits Hunderte Viren – darunter auch Corona- und mehrere Dutzend Influenzaviren wie H1N1 oder H2N3 –, die den Menschen ständig, rhythmisch, manchmal auch erstmalig begleiten und sich immer wieder in Form einer Pandemie ausbreiten. Das Immunsystem ist dafür meist gut gerüstet. Die Meldungen der Gesundheitsbehörden und Politik vermitteln hingegen den abwegigen Eindruck, dies sei das gefährlichste weltweit aktive Virus im Rahmen der derzeit einzigen Pandemie.

Weltweit sterben jedes Jahr 1,5 Millionen Menschen an Tuberkulose, 4 Millionen an Übergewicht, 7 Millionen am Rauchen und 9 Millionen durch Hunger

Man kann Leid nicht in Zahlen bemessen. Wer einen Angehörigen verliert - dies ist auch durch Covid-19 möglich -, verdient alles Mitgefühl seiner Mitmenschen. Doch die Gefahr durch einen Erreger lässt sich nur durch Zahlen ausdrücken, namentlich die Letalität. Bislang starben weltweit offiziell rund 1.102.000 Menschen mit dem SARS-CoV-2-Virus (Stand 16.10.2020). Ein Anstieg dieser Zahl ist weiterhin zu erwarten. Was zunächst katastrophal klingt, muss aber mit anderen Todesursachen in Bezug gesetzt werden, um eine Relation zu erhalten. Denn weltweit sterben jedes (!) Jahr rund 0,5 Millionen Menschen an Influenza, 1,25 Millionen durch Verkehrsunfälle, 1,5 Millionen an Tuberkulose, 4 Millionen an Übergewicht, 7 Millionen am Rauchen und 9 Millionen durch Hunger (letztere Zahl könnte sich 2020 durch die Coronamaßnahmen mehr als verdoppeln). Neben den laut RKI durchschnittlich 20.000 Influenzaopfern ereignen sich in Deutschland jährlich rund 15.000 Todesfälle durch Krankenhausinfektionen, 50.000 durch falsche oder überdosierte Medikamente, 230.000 durch Krebs und 340.000 durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Erst eine weltweit zweistellige Millionenzahl von Coronaopfern (die nachweislich an und nicht nur mit dem Coronavirus starben) würde an diesen Verhältnissen etwas ändern und für eine dramatische Entwicklung sprechen. Dies zeichnet sich jedoch in keiner Weise ab. Zum Vergleich: Die spanische Grippe forderte 1918–1920 25-50 Millionen (zusätzliche) Todesopfer. Bezogen auf die heutige Weltbevölkerung wären dies 100-200 Millionen Tote. Die Coronapandemie entzieht sich noch genauer Prognosen. Jedoch ist die Gesamtsterblichkeit erst mit Einsetzen der Lockdownmaßnahmen und nicht mit dem bereits zuvor erreichten Infektionsgipfel schrittweise gestiegen. Sie ist jedoch innerhalb eines Landes und Jahres bislang nicht erhöht. Nur dies würde auf neuartige Gefahren überhaupt hinweisen. Deutlich erhöhte Sterberaten sind aber infolge der Kollateralschäden der Kontaktbeschränkungen in den nächsten Monaten zu erwarten. Einzelne örtliche und jahreszeitliche Peaks treten schon immer regelmäßig auf (es gab auch 2020 eine Influenzawelle, die zudem viele Coronainfizierte betraf) und belegen keine Pandemiefolgen.

Schreckensbilder und -zahlen aus London, Bergamo und New York haben wenig Aussagekraft

Zahlen und Schreckensbilder aus Krankenhäusern u. a. in London, Bergamo oder New York sind aus sechs Gründen nicht Ursache, sondern Folge der Eskalationspolitik und -berichterstattung - und keine Zeichen einer lebensbedrohlichen Pandemie:

  1. Hoffnungslos überlastete Kliniken und entsprechende Berichte gab es dort auch im Rahmen anderer Infektionswellen der letzten Jahre, wurden aber deutlich weniger beachtet.
  2. Coronainfizierte aus dem Umland wurden an diese Orte transportiert, was zu einer hohen örtlichen Konzentration der Fälle führte.
  3. Schlechte hygienische Zustände in den betreffenden Kliniken verursachen selbst häufig tödliche Krankenhausinfektionen.
  4. Noch viel wichtiger dürfte die extrem hohe Virenlast in den betreffenden Krankenhäusern sein: Anders als die irreführende Darstellung in den Hauptmedien ist nicht die Tatsäche der Übertragung, sondern viel mehr die Menge der übertragenen Viren für Krankheitsentwicklung und Risiko entscheidend. Indem man infizierte Menschen im großen Stil in Krankenhäuser verlegte, hat man fahrlässig die weltweit schlimmsten Hotspots geschaffen und eine Krankenhaus-Pandemie mit zigtausenden Todesopfern verursacht.
  5. Klinische Intensivtherapien wie künstliche Beatmung weisen selbst eine sehr hohe Sterberate auf.
  6. Aufgrund der allgemeinen Sensibilisierung für das Thema Covid-19 wurden viele Menschen in Krankenhäusern vorstellig, die im Rahmen anderer Infektionswellen zu Hause oder im Pflegeheim verblieben wären.

Die Covid-19-Sterbefälle nehmen also mit der Zahl der Krankenhausaufnahmen zu und nicht ab. Somit wurden durch Dramatisierung und Aktionismus die Weichen für eine Eskalation der Situation gestellt.

Zwei Drittel der Patienten überleben die Beatmung nicht

Überlastete Intensivstationen entstehen zudem dadurch, dass die meisten Länder nur über wenige Hundert freie Intensivbetten verfügen. 500 neue Patienten bei 400 freien Betten bedeutet hier bereits eine Überlastung, die medial als Kollaps des Gesundheitssystems präsentiert wird. Intensivmediziner berichten außerdem, dass viele, möglicherweise die meisten, der bisher beatmeten Coronapatienten diese leidvolle Maßnahme für sich - teilweise in ihren Patientenverfügungen - ausschließen und zu 96 % vor der Beatmung nicht aufgeklärt werden. Somit geschieht diese überwiegend gegen ihren Willen. Denn meist handelt es sich um alte, schwerkranke Menschen. Für diese folgt auf die Intensivstation kein gesundes Leben, sondern häufig in noch höherem Maß als bislang Behinderung, Pflege oder Tod. Hierzu ein Interview mit dem Palliativmediziner Dr. Matthias Thöns (Artikel, 11.04.2020). Laut einer aktuellen Studie überleben zwei Drittel aller Patienten und knapp drei Viertel der über 80-Jährigen eine intensivmedizinische Beatmung nicht. In einer untersuchten Fallserie in Wuhan verstarben 97 % der coronapositiven Beatmungspatienten während der Maßnahme. Mehr dazu im Artikel "Warum wir jetzt Demut brauchen" (24.04.2020). Eine Gesellschaft, Medienlandschaft und Politik, die bislang der lebensverlängernden Apparatemedizin äußerst skeptisch gegenüberstand, präsentiert diese dennoch plötzlich als Königsweg.

Verlauf in Deutschland: Wo ist die Pandemie?

Zur Coronalage Anfang September 2020 schreibt die NZZ im Artikel Kaum Patienten und Tausende freie Krankenhausbetten: Warum Armin Laschet recht behalten hat und Markus Söder irrt (04.09.2020): "223 Menschen wurden an diesem Donnerstag in Deutschland wegen Covid-19 intensivmedizinisch versorgt (...). Zum Vergleich die Zahl der freien Intensivbetten: 8933. Wenn das ein nationaler Notstand sein soll, dann muss man «Not» neu definieren."

Auf der Seite https://www.worldometers.info/coronavirus/ werden die Infektions-, Genesungs- und Sterbezahlen zum Coronavirus offiziell und tagesaktuell erfasst. Das wirkt zunächst erschreckend. Doch sind sowohl die angegebene Zahl der Infizierten (diese ist in Wahrheit die Zahl der positiv Getesteten) als auch die Zahl der Toten (diese ist in Wahrheit die Zahl der coronapositiv getesteten Verstorbenen) falsch, ebenso wie die Zahl der Genesenen (diese werden nur zum kleinen Teil überhaupt gemeldet). In Deutschland hatten sich nach dieser Statistik bis zum 16.10.2020 rund 349.000 Menschen mit Corona infiziert, rund 9.800 davon verstarben laut den Angaben mit der Infektion (bei den anderen heilt sie in der Regel folgenlos aus). Damit läge die Letalität bei 2,8 %. Diese Zahlen erzeugen Angst und den Wunsch nach Einschränkungen und Kontrollen. Nun bleiben aber die meisten Infektionen unbekannt und ungetestet, weil sie mild oder stumm verlaufen. Experten errechneten, dass weniger als jeder zehnte Infizierte beim Arzt vorstellig und gemeldet wird. Somit kommt man auch unter Einbeziehung der irreführend hohen Zahl angegebener Coronatoter auf eine Letalität von unter 0,28 %, also in der Größenordnung schwerer Influenzawellen, die bislang keine Kontaktbeschränkungen zur Folge hatten (nach Herausrechnen der lediglich mit und nicht an dem Virus Verstorbenen liegt die Größenordnung bei maximal 0,1 %). In anderen Ländern liegen die angegebenen Raten häufig höher. Das hängt u. a. von Gesundheitsstatus, Demografie, Gesundheitsversorgung, aber v. a. auch der Art der Erfassung ab: Wenn (aufgrund von auffälligen Risikofaktoren oder Symptomen) nur die 2 % schlimmsten Fälle getestet und gemeldet werden, liegt die angegebene Letalität beim Fünfzigfachen des eigentlichen Wertes.

Auch die deutschen Intensivstationen wurden entgegen den Prognosen nicht über-, sondern unterfordert, weshalb im Frühjahr 2020 viele Coronapatienten aus dem Ausland nach Deutschland verlegt und unter Hochdruck produzierte Beatmungsgeräte schließlich an Italien und Spanien verschenkt wurden. Eine Übersicht zur Intensivbelegung findet sich unter https://www.intensivregister.de/#/intensivregister. Viele Krankhäuser schickten Personal in Zwangsurlaub oder Kurzarbeit und machten aufgrund leerer Betten Millionenverluste - die zu großen Teilen vom Steuerzahler in Form von staatlichen Entschädigungszahlungen finanziert werden. Wie grotesk die mediale Darstellung von der tatsächlichen Situation der Kliniken auch im Ausland abweicht, zeigt ein bereits komisches TV-Interview mit einem spanischen Klinikarzt (Video, 19.08.2020), der kommentiert: "Ich weiß nicht, von welcher Klinik sie sprechen. (...) Wir haben Ferien".

Interner Regierungsleitfaden: Angstmachen als politische Leitlinie

Große Medien erfüllten laut Experten bislang überwiegend die Rolle einer Hofberichterstattung der Politik, statt eine Diskussion anzuregen, wie ein Artikel des Kommunikationswissenschaftlers Prof. Dr. Ottfried Jarren (27.03.2020) ausführt. Sie folgen damit der Regierung, die manipulative Angsterzeugung offiziell zu ihren Strategien zählt. So führt ein inzwischen geleaktes internes Strategiepapier des Bundesinnenministeriums auf S. 13 aus: "Um die gewünschte Schockwirkung zu erzielen, müssen die konkreten Auswirkungen einer Durchseuchung auf die menschliche Gesellschaft verdeutlicht werden." Als bedrohliches Szenario, mit dem man Kindern Angst machen könne, schlägt das Ministerium vor: "Wenn sie dann ihre Eltern anstecken und einer davon qualvoll zu Hause stirbt und sie das Gefühl haben, Schuld daran zu sein, weil sie z. B. vergessen haben, sich nach dem Spielen die Hände zu waschen, ist es das Schrecklichste, was ein Kind je erleben kann." Die Politik macht somit die Quelle ihres Handelns zu dessen Inhalt: Katastrophisierung.

"Verschwörungstheoretiker und Extremisten": Wie Medien Andersdenkende diffamieren

Dem sind die großen Medien weitgehend gefolgt - und machen gegen Andersdenkende Front, so auch gegen die Grundrechte-Demonstrationen in vielen deutschen Städten. So verbreitete die ARD am 02.05.20 folgende Meldung über eine überparteiliche Stuttgarter Demonstration für ein Ende der Coronamaßnahmen mit 5.000 Teilnehmern: "Zu den Teilnehmern zählen neben Impfgegnern auch Verschwörungstheoretiker und Anhänger der Pegida-Bewegung." Siehe dazu den Artikel des Journalismus-Dozenten Constantin Schnell. Die Demonstrationen am 09.05.2020 waren laut öffentlich-rechtlichen Medien außerdem von Antisemiten, Rechtsextremen und Coronaleugnern bevölkert. Auch in den Folgewochen wurde entsprechende Hassberichte veröffentlicht (mit Anschlägen auf Teilnehmer und Material als Folge). Dies wirkt kriminell und abschreckend - was offenbar beabsichtigt ist: Unabhängige Journalisten berichten von einer friedlichen Bürgerrechtsbewegung mit Menschen jeden Alters und jeder Herkunft einschließlich vieler Familien. Bestseller-Autor Mathias Bröckers im Interview (Artikel, 23.09.2020) zu den Demonstrationen: „Sie wurden ja diskreditiert, bevor sie überhaupt stattgefunden haben.“

Eine Doppelmoral zeigt sich auch angesichts der Rassismus-Demonstrationen: Während eine Grundrechte-Demonstration gegen die Corona-Beschränkungen in München am 06.06.2020 aus Hygienegründen von der Landesregierung auf 200 Teilnehmer begrenzt und mit Abstandsgeboten belegt wurde, demonstrierten am selben Tag 25.000 Menschen im Rahmen der Silent Demo gegen Rassismus - dicht an dicht ohne Abstandsregeln, überwiegend ohne Masken und ohne nennenswerte Gegenreaktionen seitens Experten, Medien und Politik. In diesem Zusammenhang folgert der Philosoph und Schriftsteller Gunnar Kaiser in seinem Videobeitrag „Der große Bluff“ (10.06.2020), dass Experten, Medien und Politik sich vielmehr um öffentliche Kritik an ihrem rigorosen Coronakurs als um die Gefahr durch das Virus sorgen.

Querdenken: Esoteriker, Coronaleugner und Rassisten - oder demokratische Bewegung für Freiheitsrechte?

Dem entsprechen auch die Hassreaktionen fast aller großen Parteien angesichts der zwei großen Querdenken-Demonstrationen in Berlin am 01.08. und 29.08.2020 mit rund 50.000 bzw. 100.000 Teilnehmern. Neben der Behauptung, es handele sich um deutlich weniger Teilnehmer sprachen Vertreter von Linken, Grünen, SPD, CDU und CSU von abstoßendem, verantwortungslosem und unerträglichem Verhalten. SPD-Chefin Saskia Esken twitterte zur Demonstration am 01.08.2020: "Tausende #Covidioten feiern sich in #Berlin als 'die zweite Welle'". Die CDU sprach sich für Versammlungsverbote und härtere Strafen für Maskenverweigerer aus. Die Medien griffen diese ätzenden Kommentare kritiklos auf und fügten hinzu, dass die Demonstration von Neonazis, Esoterikern, Pegidaanhängern, Coronaleugnern und Sektenanhängern geprägt gewesen sei. Ein unkommentierter Kameramitschnitt von 26 Minuten der großen Querdenken-Demonstration vom 01.08.2020 (es gab an diesem Tag mehrere Demonstrationen, was medial kaum kommuniziert wurde) und ein längerer Mitschnitt von ca. 83 Minuten (hier in Zeitraffer) zeigt jedoch, dass sowohl die medial genannte Teilnehmerzahl (ein zugrundegelegtes Tagesschaufoto der Abschlusskundgebung vom 01.08.2020 entstand mindestens zwei Stunden vor der Veranstaltung, wie eine Sonnenstandsanalyse belegt) als auch die Beschreibung des Teilnehmerprofils als rassistisch, rechts, paranoid und esoterisch bewusste Falschmeldungen waren. Politiker aller Parteien werden dennoch - wie auch alle anderen Kritiker - massiv unter Druck gesetzt, den Veranstaltungen fernzubleiben. Über die bizarre Berichterstattung und Polemisierung durch die Leitmedien resümiert Journalist, Russlandexperte und Theodor-Heuss-Medaillen-Träger Boris Reitschuster im Interview "Sind alle Kritiker Covidioten?" (Video, 07.08.2020). Auch in der Berichterstattung über die Grundrechte-Demonstration am 29.08.2020 in Berlin wurden Ausschreitungen, Reichsflaggen, Esoteriker, Coronaleugner, Rechtsextreme und Gewalt (keiner dieser Einflüsse prägte die Veranstaltung) in den Fokus gestellt und inhaltliche Informationen (Forderungen, Bedeutung und Aussagen der Bewegung, Redebeiträge, politische Konsequenzen) vermieden. Irreführend berichteten Medien über die Auflösung der Demonstration, obwohl lediglich der Demonstrationszug, aber nicht die noch wichtigere Abschlusskundgebung aufgelöst wurde. Diese fand wie geplant bis zum Abend statt. Auch der Hinweis auf den Auflösungsgrund - u. a. fehlende Abstände - führt in die Irre. Denn der Demonstrationszug wurde von der Polizei eingekesselt und konnte sich daher nicht weiter verteilen.

Innensator Andreas Geisel 2018 über seine Teilnahme an der "Unteilbar-Demo": „Wenn ich als Demokrat gefordert bin, gehe ich auf die Straße“, [...] „Und ich lasse mich nicht davon hindern, dass auch Extremisten die Möglichkeit nutzen, dort ihre Meinung zu sagen.“

Während die Politik sich zunächst in Diffamierung übte, greift sie nun - unter dem Motto der körperlichen Unversehrtheit und des Infektionsschutzes - zu Versammlungsverboten. So verbot die Berliner Versammlungsbehörde die für den 29.08.2020 geplante Querdenken-Großdemonstration in Berlin (das Verbot wurde dann gerichtlich aufgehoben), nicht jedoch die entsprechenden Gegendemonstrationen. Dass dies keinen epidemiologischen (Covid-19-Fälle durch Demonstrationen sind trotz Hunderter bereits erfolgter Veranstaltungen bislang nicht bekannt), sondern einen politischen Hintergrund hat (und damit verfassungswidrig ist), zeigt auch die Aussage des Berliner Innensenators Andreas Geisel (SPD): "Ich bin nicht bereit, ein zweites Mal hinzunehmen, dass Berlin als Bühne für Corona-Leugner, Reichsbürger und Rechtsextremisten missbraucht wird." Damit unterstreicht er die politische Motivation für Versammlungsverbote, die z. B. nicht für Rassismus-Demonstrationen gelten. Ganz anders hatte Geisel selbst anlässlich der „Unteilbar-Demo“ von 2018 bekundet: „Wenn ich als Demokrat gefordert bin, gehe ich auf die Straße“, [...] „Und ich lasse mich nicht davon hindern, dass auch Extremisten die Möglichkeit nutzen, dort ihre Meinung zu sagen.“

Die wenigsten großen Medien besuchen selbst die Querdenken-Demonstrationen, über die sie berichten: Sie lassen sich meist von einem einzigen oder sehr wenigen öffentlich-rechtlichen Positionsmedien mit Material versorgen. Somit erscheinen fast gleichlautende Berichte in Tagesschau, öffentlich-rechtlichen Radiosendern, Spiegel, ZEIT, FAZ, Focus oder der Süddeutschen. Daher unterscheiden sie auch nicht zwischen den verschiedenen Bewegungen, die sich gegen die Coronamaßnahmen richten - einige davon sind nicht freiheitlich orientiert. So hatte die kleine Gruppe von einigen Dutzend Demonstranten, die sich am 29.08.2020  auf die Stufen des "Reichstags" stellte (Deutschland hat keinen Reichstag, nur ein Reichstagsgebäude), nichts mit der vielhundertfach größeren Querdenken-Kundgebung zu tun, die zeitgleich auf der Straße des 17. Juni stattfand. Bestseller-Autor Mathias Bröckers zum angeblichen "Sturm auf den Reichstag": "Diese Reichstags-Mücke wurde zum Nazi-Elefanten aufgeblasen, wie die Luftaufnahmen dieses Tages überdeutlich machen. Ein paar Dutzend vor der kleinen Bühne am Reichstag, Hundertausende bei der Kundgebung am Großen Stern oder auf dem Weg dorthin. Aber diese Wenigen bekommen die Aufmerksamkeit der Weltpresse."

Wer die Querdenken-Demonstrationen als Hauptbewegung tatsächlich in Augenschein nimmt, wird keine Hinweise darauf finden, dass diese von rechts unterwandert oder von rechtem Gedankengut geprägt sind. Auch Coronaleugner (ein Begriff, der auf Holocaustleugner anspielen soll) und Esoteriker wird man dort als prägende Kräfte vergeblich suchen. Die Bewegung leugnet nicht das Coronavirus SARS-CoV-2, sondern die tödliche, alleinstehende Gefahr, die diesem zugewiesen wird, sowie insbesondere die Rechtmäßigkeit und Verhältnismäßigkeit der daraus abgeleiteten Freiheitsbeschränkungen. Neben Menschen jeglichen Alters und jeglicher Hautfarbe wird man dort auch Musik, Lebensfreude und Tanz antreffen - ein bislang kaum kommunizierter Aspekt.

Querdenken zeigt sich als eine bürgerrechtliche, friedliche, überparteiliche pluralistische und interkulturelle Bewegung, die unter dem Slogan "Frieden - Freiheit" für Freiheitsrechte, offene wissenschaftliche Diskussion, Toleranz, Frieden, Demokratie und ein Ende von Beschränkungen und Angsterzeugung einsteht - und für eine unbeschränkte Gültigkeit des Grundgesetzes. Wie bei jeder Demonstration können sich Menschen jeglicher Herkunft und Weltanschauung anschließen. Es gibt keine Gesinnungspolizei, die Andersdenkende identifiziert und vom Gelände transportiert. Dies garantiert bereits die Verfassung. Medien und Politik forcieren hingegen durch Hasskommentare ("Coronaleugner, Neonazis, Antisemiten, Verschwörungstheoretiker ...") eine Spaltung der Bevölkerung, Polarisierung der Debatte und Radikalisierung von Skeptikern - in der Regel, ohne die Veranstaltungen besucht zu haben. Weiterhin vermitteln Politik und Medien, dass im Rahmen der Freiheitsbewegung verblendete, niederträchtige Menschen mühsam durch Opfer erworbene Freiheiten der Bevölkerung zunichte machen und die Volksgesundheit gefährden würden. Viele Menschen glauben das, auch wenn es weltweit noch selten so wenige Atemwegsinfektionen gab wie 2020.

Grundgesetz außer Kraft: Zehn elementare Verfassungsverstöße durch die Regierung

Erstmals seit dem Nationalsozialismus wurde das Grundgesetz durch die Regierung zu wesentlichen Teilen unbefristet außer Kraft gesetzt. Dies geschah zuletzt 1933. Aus diesem Grund formiert sich eine Gegenbewegung für Freiheit und Demokratie, zu der Querdenken, aber auch unabhängige Expertenausschüsse zählen: Der fachlich-wissenschaftlichen Aufarbeitung der verordneten Coronamaßnahmen widmet sich der Außerparlamentarische Corona Untersuchungsausschuss, mit der juristischen Bewertung befasst sich der Corona-Ausschuss. Prof. Dr. Heribert Prantl, Honorarprofessor der Rechtswissenschaften an der Universität Bielefeld, spricht im Artikel Grundrechte im Würgegriff (05.06.2020) von einer Kastration des Grundgesetzes. Insbesondere wurden durch die Bundesregierung sowie die Regierungen der Länder folgende Artikel des Grundgesetzes verletzt oder außer Kraft gesetzt:

  1. Art 2 (1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit (...).
  2. Art 2 (2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. (...)
  3. Art 4 (2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.
  4. Art 5 (1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten (...) Eine Zensur findet nicht statt.
  5. Art 8 (1) Alle Deutschen haben das Recht, sich ohne Anmeldung oder Erlaubnis friedlich und ohne Waffen zu versammeln.
  6. Art 11 (1) Alle Deutschen genießen Freizügigkeit im ganzen Bundesgebiet.
  7. Art 12 (1) Alle Deutschen haben das Recht, Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte frei zu wählen. (...)
  8. Art 13 (1) Die Wohnung ist unverletzlich.
  9. Art 14 (1) Das Eigentum und das Erbrecht werden gewährleistet. (...)
  10. Art 20 (1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.

So verstoßen Masken- und Abstandsgebote, Zwangstests (und evtl. -impfungen) sowie Quarantänemaßnahmen, Singverbote im Gottesdienst, Meditations- und Yogaverbote oder die Schließung von Landesgrenzen gegen elementare und unveräußerliche Freiheitsrechte. Auch die freie Meinungsäußerung ist nicht mehr gewährleistet, da Beiträge, die der Regierungs- und Medienmeinung deutlich entgegenstehen, u. a. in sozialen Medien wie YouTube gelöscht werden und Personen, die eine solche Meinung äußern, um ihren Beruf, ihren Freundeskreis und ihre Reputation fürchten müssen. Medien definieren "gebotene" (Masken, Abstände, Digitalisierung, E-Mobilität) und "verbotene" (Corona- und Impfkritik, "rechts") Haltungen und legen die Ausgrenzung Andersdenkender fest. In vielen Branchen gelten zurzeit faktisch Berufsverbote, z. B. für viele Künstler, Gastronomen, im Tourismus oder der Veranstaltungsbranche. Im Rahmen der Quarantänemaßnahmen wird die Wohnung mit Hausarrest belegt und durch die Behörden kontrolliert. Auch das Eigentum kann nicht mehr immer frei genutzt werden, z. B. Ferienwohnungen oder Sportstätten. Schließlich ist die für eine Demokratie erforderliche Gewaltenteilung deutlich reduziert: Da fast alle politischen Parteien im Verbund mit den Leitmedien ähnliche Meinungen vertreten, überwiegend nicht mehr (persönlich) tagen und die meisten wesentlichen Enscheidungen ohne Parlamentsbeteiligung getroffen werden, finden weitgehend kein Parlamentarismus und keine offene Diskussion mehr statt.

Macht wird zum Selbstzweck, und nach der politischen Karriere warten Beraterverträge

Unter dem Motto der politischen Mitte hat sich ein breites Bündnis von Parteien, Medien, Funktionsträgern und Institutionen gebildet, das absolute, streng einheitliche und zum Teil extreme Botschaften verbreitet und deren Umsetzung als alternativlos vermittelt. Laut dem britischen Autor, Filmemacher und Historiker Tariq Ali seien in dieser Mitte die politischen Unterschiede wenig erkennbar. Macht werde zum Selbstzweck, und nach der Karriere warten auf die Politiker gut bezahlte Beraterverträge. Er schreibt in seinem Buch Die extreme Mitte (Promedia, 2020): „Heutzutage hat die Symbiose von Macht und Geld fast überall extreme Ausmaße erreicht. Die eingeschüchterten und fügsamen Politiker, die das System betreiben und sich reproduzieren, nenne ich die ,extreme Mitte‘ der Mainstream-Politik in Europa und Nordamerika.“

Die Rechtsprechung benötigt hingegen ihre Zeit und muss sich zudem auf Gutachten und Expertisen stützen, die bislang kaum vorliegen, da kritische wissenschaftliche Diskussion und Forschung nicht nennenswert stattfanden. Somit regiert größtenteils die Exekutive allein, sodass die Gewaltenteilung in den Hintergrund tritt und die Demokratie einschließlich offener Debatte und Entscheidungsfindung nicht gewährleistet ist.

Särge, Kraftworte, Archivbilder: Katastrophisierung durch die Medien

Im Juni 2020 wurde den TV-Sendern ARD, ZDF, RTL, ProSieben, Sat.1 und n-tv mitsamt den verantwortlichen Journalisten für ihre Corona-Berichterstattung der Deutsche Fernsehpreis 2020 verliehen. Laut Jury-Vorsitzendem Wolf Bauer verstehe die Jury diesen Sonderpreis als Verpflichtung zu Qualitätsjournalismus und Ermutigung für verantwortungsbewusste Journalisten. Allerdings wird der Deutsche Fernsehpreis laut dem Bericht Corona - die bizarre Selbstsicht der Medien (Artikel, 19.06.2020) von den großen TV-Anbietern ARD, ZDF, RTL und Sat.1 selbst vergeben. Schon diese Irreführung der Öffentlichkeit erfüllt die Kriterien der Propaganda.

Dies gilt auch für Bild und Wort im Allgemeinen: Noch nie wurden im Nachkriegsdeutschland Worte wie dramatisch, katastrophal, warnen, unverantwortlich oder tödlich in solcher Dichte ausgeworfen wie 2020. (Archiv-)Bilder mit Särgen, Gräbern, Leichen-LKWs, sterbenden Menschen auf Intensivstationen, aber auch Menschenansammlungen werden mit hoher Frequenz dem Publikum als brandaktuelle Katastrophe präsentiert. So stützten sich die dramatatischen Berichte über angeblich Tausende Feierwütige im Juli 2020 auf Mallorca ("zweites Ischgl") vor allem auf Archivbilder (z. B. ein überfüllter Strand von 2018 oder alte Karneval-Partybilder) und Inszenierungen: TV-Teams animierten Passanten dazu, Partyszenen nachzustellen und präsentierten die Vorführungen medial daraufhin als entfesselten Partymob. Belege und Hintergründe zur manipulierten Mallorca-Berichterstattung finden sich im Artikel (18.07.2020) Ballermann-Hysterie – Medien und Politik drehen wild. Diejenigen Regierungschefs, die sich weltweit nicht am Abbau der Grundrechte beteiligen, werden mit konsequent negativer Berichterstattung bedacht, unter anderem mit der Behauptung, sie seien politisch am Ende. Auch die medienwissenschaftliche Studie der Universität Passau Die Verengung der Welt. Zur medialen Konstruktion Deutschlands unter Covid-19 anhand der Formate ARD Extra - Die Coronalage und ZDF Spezial vom August 2020 kommt zu dem Schluss: "Generell vereint die Berichterstattung eine hyperbolische Krisenrhetorik." Sie stellt fest: "Die (...) gesellschaftlichen Probleme sind allerdings eben nicht unmittelbare Folge des Ausbruchs des Virus, sondern seiner Eindämmungsmaßnahmen." Auf den Punkt gebracht, transportieren die Leitmedien drei große Grundgefühle:

  • Angst (vor dem Virus, einer zweiten Welle, Tod, Verlust, Chaos, Katastrophe)
  • Hass (auf Regelbrecher, Feiernde, Verantwortungslose, Andersdenkende, junge Männer, Demonstranten, Verschwörungstheoretiker, Rechte, Coronaleugner)
  • Moralismus (für: Solidarität, Vernunft, Impfung, Staatsschulden, Freiheitseinschränkungen, korrektes Handeln und gegen: Party, Sport, Alkohol, Sexualität, Gemeinschaft, Spaß, körperliche Nähe, Unbefangenheit, Festivals, Regellosigkeit, Karneval)

Auch Betreiber Sozialer Medien stellen sich gegen Nutzer, die der Dramatik nicht folgen. So werden YouTube-Beiträge, welche die Gefährlichkeit des Virus und die Notwendigkeit staatlicher Maßnahmen anzweifeln, gelöscht oder mit Verweisen auf seriöse staatliche Informationen versehen und mittels schlechter Faktencheck-Ergebnisse herabgestuft. Auch international anerkannte Wissenschaftler müssen nun bei Kritik an den Coronamaßnahmen und der entsprechenden Datengrundlage um ihren Beruf fürchten. So zogen drei renommierte Experten die Kritik an der fragwürdigen "Drosten-Studie", nach der Kinder ähnlich ansteckend seien wie Erwachsene, kurz nach Veröffentlichung wieder zurück. Tatsächlich sind Kinder - auch nach der aktuellen Datenlage - deutlich weniger ansteckend als Erwachsene. Siehe dazu die vorläufigen Studienergebnisse der Universität Heidelberg (Artikel, 16.06.2020).

Zensur in Deutschland und die drei großen Wahrheiten

Viele weitere Facetten von Zensur, die bislang nur aus autokratischen Systemen bekannt waren, haben sich mittlerweile in Deutschland etabliert. So lehnen Zeitungen coronakritische Anzeigen - z. B. der Initiative „Mediziner und Wissenschaftler für Gesundheit, Freiheit und Demokratie“ (MWGFD) - ab, Bankkonten von coronakritischen Organisationen wurden gesperrt und kritische E-Books wurden zurückgehalten. So weigerte sich Amazon, die E-Book-Version des Buches „Corona – Fehlalarm?“ von Karina Reiß und Sucharit Bhakdi zu veröffentlichen. Dennoch führte es als vermutlich erfolgreichstes Buch des Jahres 2020 über Monate die Bestsellerlisten an. An zentralen Stellen im Internet - z. B. unter YouTube-Beiträgen oder auf der Facebook-Startseite - sind Anzeigen für "seriöse Coronainformation" z. B. der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung geschaltet. Umgekehrt werden abweichende Meinungen durch - weder unabhängige noch demokratisch legitimierte - Fakten-Checker (wie die florierende und klar positionierte gGmbH-Unternehmensmarke Correctiv) oder vermeintlich seriöse Stellen als Fake-News eingestuft. Kritiker sprechen von "Fake-News-Vorwürfen der Fake-News-Produzenten". Mehr zu dem Problem der Meinungszensur vom Journalismusexperten Tobias Riegel im Artikel "Zensur in der Corona-Debatte" (16.06.2020) Diese beispiellose Meinungskanalisierung hat die Debatte auf faschistoide Weise polarisiert und moralisiert und die Gesellschaft gespalten. Drei alternativlose Grundwahrheiten dürfen heute nicht mehr bezweifelt werden und werden mit allen Mitteln in allen Lebens- und Gesellschaftsbereichen implementiert:

  1. Das Virus ist lebensbedrohlich und seine Auswirkungen katastrophal.
  2. Die Einschränkungen der Grundrechte (z. B. Kontaktbeschränkungen, Maskenpflicht) waren und sind sinnvoll und unverzichtbar.
  3. Wir brauchen eine Impfung.

"Eine Norm, die besagt, dass man auf das Gute verzichten müsse, um das Gute zu retten, ist ebenso falsch wie die, welche verlangt, dass man auf die Freiheit verzichten müsse, um die Freiheit zu retten." Giorgio Agamben, Philosoph

Demokratie und Diskurs statt Totalitarismus

Nun kommt es gerade im Angesicht scheinbar alternativloser Politik und Berichterstattung und einer Beschneidung von Grundrechten auf kritisches Hinterfragen und Diskutieren an. Denn Medien und Politik berufen sich vorwiegend auf die Informationen weniger, eigens ausgewählter Virologen. Diese stehen jedoch nicht für die Gesellschaft, sondern für eine stark medizinmarkt- und risikoorientierte Sicht der Dinge. Das Schlimmste zu prognostizieren und im selben Atemzug die Ausweitung medizinischer Leistungen einzufordern, ist ihr Tagesgeschäft. Sie berichten nichts von unsicheren Virentests und Impfungen, vom lebensnotwendigen (körperlichen und sozialen) Kontakt zwischen Menschen, von Menschen, die minderversorgt werden oder allein sterben, von Suchtverhalten, Gewalt, Einsamkeit, Hunger, Depression und vernichteten Existenzen - aufgrund der Anti-Corona-Maßnahmen. Dazu die Stimme der isolierten Heimbewohnerin Helga Witt-Kronshage (86) (Artikel, 23.04.2020). Virologen interessieren sich auch nicht für eine ausgedünnte Kulturlandschaft, die Opfer der kommenden Weltwirtschaftskrise, ein angstbesetztes soziales Klima, Denunziantentum ("Warum tragen Sie keine Gesichtsmaske/halten den Abstand nicht ein?"), und eine Verelendung von Menschen in Dutzenden Ländern. Die Folgen des andauernden Ausnahmezustands für Demokratie und soziale Normen werden ebenfalls weitreichend sein, wie der Philosoph Giorgio Agamben in der Zürcher Zeitung (18.03.2020) beschreibt. Seinen sehr lesenswerten Folgebeitrag (15.04.2020) schließt er mit dem Satz ab: "Eine Norm, die besagt, dass man auf das Gute verzichten müsse, um das Gute zu retten, ist ebenso falsch wie die, welche verlangt, dass man auf die Freiheit verzichten müsse, um die Freiheit zu retten." Auch ob die Digitalisierung des Lebens, die nun mit Macht durchgesetzt werden soll, Menschen glücklicher und nicht nur abhängiger macht, muss bezweifelt werden. Immer wieder sind weitere Grundrechtseinschränkungen in der Diskussion, darunter eine Meldepflicht für Immunisierte und Nicht-Infizierte, eine Impfpflicht (diese besteht auch, wenn man Flugzeuge, Einrichtungen, Betriebe oder ganze Staaten ohne Impfung nicht betreten darf) sowie verschiedene Trackingverfahren. Schon oft in der Geschichte wurden Freiheitsrechte für einen "guten Zweck" eingeschränkt. Dies hat sich später in allen Fällen als falsch erwiesen.

Hunderte führende Experten ihrer Disziplinen haben größte Zweifel an Sinn und Verantwortbarkeit der Kontaktbeschränkungen und Lockdownmaßnahmen, so z. B. auch der Direktor des Instituts für öffentliche Finanzen der Uni Leipzig und Finanzwissenschaftler Prof. Dr. Stefan Homburg im Interview (Video, 04.05.2020) und seiner Stellungnahme zum Nutzen der Anti-Corona-Maßnahmen (Audio, 28.04.2020). Er weist neben den desaströsen wirtschaftlichen Auswirkungen insbesondere darauf hin, dass die Lockdownziele mit deren Erreichung von der Bundesregierung immer wieder geändert wurden und die Coronawelle bereits vor dem Lockdown am Abklingen war.

Daher vermisst man einen demokratischen Diskurs - wie ihn der Beitrag von Bestsellerautor Arno Luik (Artikel, 15.04.2020) fordert - ebenso wie andere demokratische Prozesse, z. B. Parlamentarismus. Viele erfahrene Mediziner wie der Seuchenexperte, ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete und Gesundheitspolitiker Wolfgang Wodarg liefern stichhaltige, abweichende Sichtweisen. Daher lohnt ein Blick auf den Standpunkt von Dr. Wolfgang Wodarg (Video, 13.04.2020) und seine mögliche Erklärung der ungewöhnlichen Häufung von Todesfällen (Artikel, 02.05.2020) im Bereich der Hot Spots, ebenso wie auf die Kritik des Epidemiologen Prof. Dr. Sucharit Bhakdi (Interview-Video, 20.04.2020).

Auch auf die Wahrung des Demonstrationsrechtes und der Demonstrationspraxis als friedliche, überparteiliche Form der Politikgestaltung kommt es an. Den jeweiligen Regierungen und regierungsnahen Medien war diese politische Teilhabe in der Geschichte niemals willkommen. Doch ob die Proteste gegen den Vietnamkrieg 1969, die Montagsdemonstrationen der DDR 1989 oder die orange Revolution der Ukraine 2004: Im Rückblick gab die Geschichte in allen Fällen den Demonstranten und nicht dem Totalitarismus recht. Über Demonstrationstermine informieren u. a. die Seiten https://querdenken711.azurewebsites.net und https://demo.terminkalender.top/.

Corona hat nichts mit Ebola zu tun

Die Coronapandemie ist ernst zu nehmen und fordert wie jede Infektionswelle Opfer (einige auch jung und gesund). Doch sie hat - nach allen bislang zur Verfügung stehenden Daten - nichts zu tun mit tödlichen Seuchen wie der Spanischen Grippe oder gar Ebola, sondern geht eher mit einem meist milden Verlauf und einer Sterblichkeit von weit unter einem Prozent einher. Welche Zahlen und Bilder auch immer durch die Medien gehen, müssen diese in Beziehung zu anderen Todesursachen wie Tuberkulose, Influenza oder Rauchen gesetzt werden. Erst wenn ein Vielfaches dieser Zahlen erreicht würde, könnte man von einem außergewöhnlichen Ereignis sprechen.

Abschließend sei auf das etwa einstündige Video Die komplette Zerstörung des Corona Hypes (26.06.2020) verwiesen, das nochmals viele wichtigen Aspekte des globalen Corona-Fehlalarms beleuchtet - von statistischen Manipulationen (z. B. "100 % der Corona-Testergebnisse sind richtig", "Jeder coronapositive Tote ist ein Coronatoter" oder "Die Zahl positiv Getester ist gleich der Zahl aller Infizierten") bis hin zu den immensen Folgeschäden der Kontaktbeschränkungen.

Zum Brandlöschen nicht das Tal fluten

Wie die Corona-Erzählung zeigt, haben viele Menschen offenbar verlernt, mit Tod und Vergänglichkeit, aber auch Liebe und Mitgefühl umzugehen. Wir und alle, die wir kennen, werden geboren und wieder - in der Regel im Alter von etwa 80 Jahren - sterben. So sterben in Deutschland täglich rund 2.600 Menschen (weltweit 150.000) - ganz unabhängig davon, welche Todesursache man ihnen zuweist, ob man sie liebevoll am Lebensende begleitet oder dies intensivmedizinischen Geräten überlässt, ob man gemeinsam mit ihnen Dankbarkeit oder Drama zelebriert, Grundvertrauen oder Katastrophe. Von der Unfähigkeit, das Sterben zu aktzeptieren und der daraus generierten Katastrophenerzählung schreibt auch Buchautor Marcus Ludwig in Die Schuld der Schafe (Artikel, 10.08.2020).

Wie auch immer man die aktuelle Situation betrachtet: Angst verengt und verhärtet die Sicht und richtet sie auf eine unsichtbare Bedrohung und den Selbstschutz. Was erzählt wird, ist jedoch - eben immer - eine Erzählung. Das Gehirn arbeitet nicht mit Fakten, sondern mit Gefühlen und Geschichten. Angst und Zusammengehörigkeit sind hierbei die zwei stärksten Motivationen. Doch große Erzählungen hatten zwar in der Geschichte immer einen wahren Kern und große Überzeugungskraft, schossen aber auch immer über ihr Ziel hinaus und verursachten deutlich größeres Leid als die befürchtete Bedrohung. Wenn man in einem System mit Hunderten essenziellen Komponenten nur noch eine einzige enorm vergrößert betrachtet und in der Folge ein Tal flutet, um einen Brand zu löschen, ist nichts gewonnen.